Zugegeben, es gibt viele großartige Regisseure. Ich verehre z.B. Martin Scorsese, Stanley Kubrick, David Fincher oder Alan Parker. Doch nur zwei Regisseure haben es geschafft, jeweils drei meiner absoluten Lieblingsfilme auf die Leinwand zu zaubern. Zu dem Einen komme ich hier, zu dem Anderen an einer anderen Stelle.

 

Wenn man auf das Filmschaffen einzelner Personen blickt und dann anfängt auszusieben und wieder auszusieben, dann bleibt bei mir definitiv jemand hängen, der es aus verschiedenen Gründen verdient hat, ihn regelrecht anbetungswürdig zu finden:

 

Steven Spielberg

 

Nicht nur kann er einfach jedes Genre bis zur Perfektion bedienen (Drama, Thriller, Sci-Fi, Fantasy,...), sondern ist, zusammen mit George Lucas, für die Initialzündung des sogenannten "Blockbusters" zuständig, bei der das Kinopublikum in 3er-Reihen und 200-Meter-Schlangen vor den Kinos verharrte, um an eine Eintrittskarte zu kommen. Durch diese "Partnerschaft" entstand einer der tollsten Filmcharaktere aller Zeiten: Indiana Jones.

 

Und hier schlage ich auch einen Haken zu Harrison Ford, den ich alleine schon deswegen mit den beiden in Zusammenhang setze möchte, weil er ihnen nicht nur die Rolle des staubigen Schlapphutträgers verdankt, sondern auch die des Han Solo. Obwohl Lucas zunächst Bedenken wegen der Besetzung der Rolle des Dr. Jones mit Harrison Ford hatte, da dieser schon in seinem Star-Wars-Epos eine tragende Rolle gespielt hatte, entstanden letzten Endes durch dieses Dreiergespann somit ZWEI filmgeschichtlich relevante Figuren für EINE Person! Wer bitteschön kann sonst noch damit aufwarten? Ich meine, z.B. auch ein Tom Cruise kann noch 100 mal Ethan Hunt oder Jack Reacher spielen. Seine Charaktere werden trotzdem nicht in die Popkultur eingehen.

 

Weiterhin soll die enge Freundschaft Spielbergs zum Filmmusikkomponisten John Williams nicht unerwähnt bleiben, die seine Filme immer wieder zu brillanten Gesamtkunstwerken machen.

 

Doch nun zu dem anfangs erwähnten Hauptgrund für meine Wahl. Spielberg hat drei Filme in seinem Repertoire, die zu meinen All-Time-Classics gehören und zwei davon gehören definitiv hierhin, denn sie gehören zu den absoluten Klassikern des Monsterfilms:

 

- Der weisse Hai: Ein Lehrstück nicht nur in Sachen Spannung, sondern auch im Charakteraufbau seiner Protagonisten. Dem Umstand, dass das fertige Hai-Modell quasi gerade noch rechtzeitig relativ zum Ende der Dreharbeiten hin fertig gestellt werden konnte, haben wir es zu verdanken, dass das monströse Riesenvieh erst letzten Endes im finalen dritten Akt, dem Showdown, in seiner ganzen Pracht und Blüte zu bewundern ist. Nicht zuletzt dieser fakt ist dem Spannungsaufbau jedoch derart zuträglich, dass die geniale Hatz auf dem Meer zum Kult-Klassiker geriet.

 

- Jäger des verlorenen Schatzes: für mich DER Abenteuerfilm schlechthin! Wunderbare Settings, tolle Charaktere, großartige Ideen, ein mystischer Plot, hervorragende Musik und eine perfekte Regie- und Kameraarbeit lassen pure Kinomagie entstehen.

 

- Jurassic Park: hier gilt das Gleiche wie für das erste Indy-Abenteuer. Ein durch und durch perfekter Film, der mit dem Angriff des T-Rex und der Attacke der Velociraptoren zwei der spannendsten und suspensevollsten Kinomomente aller Zeiten seinen Höhepunkt findet. NIEMALS zuvor oder danach (nein, auch nicht bei TERMINATOR 2 oder MATRIX) habe ich im Kino diese elektrisierende Stimmung erlebt. Man spürte, dass man in dem Augenblick etwas erlebte, was Filmgeschichte schreiben und das Kino für alle Zeiten verändern würde.

 

Ich liebe diese drei Filme und könnte sie bis zum Abwinken immer und immer wieder schauen!

 

Spielberg ist ein großartiger Visionär, engagierter Nachwuchsförderer und einflussreicher Player in Hollywood, der seit den 70ern immer wieder Kinowunder in Reinform auf die Leinwand zaubert.