Die 5-Minuten-Terrine – Ein Kurzinterview mit Boris Groh

 

Der ukrainische Illustrator, Konzeptkünstler und Maler Boris Groh folgt immer seinem eigenen kreativen Fluss. Bereits seit 4 Jahren entwirft er unheimliche, melancholische und nachdenkenswerte Szenarien, die niemanden unberührt lassen, der ein Faible für morbide stilvolle Darstellungen hat.  

 

Er entwirft Plattencover, Merchandising-Produkte und bietet seine Werke dem interessierten Liebhaber auch zum Kauf an. Igor ist ein großer Verehrer seiner Kunst und war deshalb besonders froh, den sympathischen jungen Zeichner zu einem Interview heranziehen zu können.

 

MMM: Boris, vielen Dank, dass Sie sich heute für uns Zeit genommen haben. Lassen Sie uns mit einer sehr wichtigen und emotionalen Frage beginnen: Ihrem ersten Besuch in einem Kino. Erzählen Sie uns davon. Was haben Sie gesehen, was haben Sie gefühlt?

 

BG: Soweit ich mich erinnere, war es Harry Potter und die Kammer des Schreckens. Ich war wirklich beeindruckt von dem Film, der großen Leinwand und der lauten Tonanlage. Um ehrlich zu sein, bin ich kein großer Fan von Horrorfilmen/Spielen, wenn Sie das aufgrund meiner Bilder denken. Das mag überraschend sein, aber ich bevorzuge Komödien. 

 

MMM: Bitte erzählen Sie uns die Geschichte Ihrer Karriere. Wie hat das alles mit Ihrer wunderbaren Kunst begonnen?

 

BG: Ich wollte immer ein Künstler oder jemand ähnliches sein. Ich habe die Kunsthochschule abgeschlossen, aber ich wusste nicht, was ich tun sollte. Also habe ich vor 4 Jahren nach der Uni einfach angefangen zu zeichnen, was mir wirklich gefällt, unabhängig davon, was andere gesagt haben. Und irgendwann habe ich gemerkt, dass die Leute es wirklich mögen, was ich kreiere.

 

MMM: Bringen Sie Ihre eigenen Ängste in Ihre Arbeit ein, und welche wären das?

 

BG: Da bin ich mir nicht sicher. Die Hauptsächliche und allgegenwärtige Angst, an die ich mich aus meiner Kindheit erinnere, ist die Militsiya (Polizei). In meiner Kindheit hat mich meine Mutter immer mit der Polizei erschreckt, wenn ich mich schlecht benommen habe.  Aber aus bekannten Gründen habe ich diese Angst auch jetzt noch. Deshalb würde ich sagen, dass die meisten meiner Zeichnungen nur gute Geschichten für mich sind.

 

MMM: Bitte erzählen Sie uns über den letzten Moment, in dem Sie wirklich Angst hatten (Film, Buch, Albtraum,...)

 

BG: Vielleicht waren das Albträume, aber leider kann ich mich an nichts aus meinen Albträumen erinnern, nur an kleine, obskure Stücke und manchmal auch an Angst.  Aber um es klar zu sagen: Albträume sind für mich eine seltene Sache.

 

MMM: Was sind Ihre Lieblingsmonster aller Zeiten?

 

BG: Ich glaube, es ist Godzilla, mir gefällt die Silhouette so gut. Sie hat einen sehr hohen Wiedererkennungseffekt.

 

MMM: Woher kommen Ihre gruseligen Ideen? Wer oder was inspiriert Sie?

 

BG: Viele Dinge haben mich inspiriert. Umwelt, Natur, Musik, andere Künstler, Computerspiele, Filme. Ich sehe viele Dinge und kann dadurch neue hervorbringen.  

 

MMM: Boris, wo können wir all Ihre Arbeiten sehen?

 

BG: Sie können mir auf instagram @borisgroh folgen, oder Sie können meine Artstation-Seite https://www.artstation.com/borisgroh besuchen.

 

MMM: Zum Abschluss dieses kleinen Interviews würden wir gerne wissen: Woran arbeiten Sie gerade, und wären Sie so freundlich, uns einige Ihrer zukünftigen Projekte vorzustellen?

 

BG: Im Moment arbeite ich an diverse Cover für Lost Symphony Chapter II. Das ist ein neues großes Progressive-Rock-Projekt aus den USA. Ich kann die Bilder nicht vor der Veröffentlichung im September 2020 zeigen, aber Sie können sich Kapitel I ansehen, es enthält neun exklusive Kunstwerke, die von mir für dieses Projekt geschaffen wurden!

 

Interview © 2020