WTF:

 

Nachdem die Besatzung des Raumfrachters NOSTROMO aus ihrem Kälteschlaf geweckt wurde, nur weil ihr bekloppt-blinkender Computer "Mutter" ein vermeintliches Notrufsignal empfangen hat, geht der Spaß erst richtig los. Berstende Schmockeier, gefüllt mit flupschigen, parasitären Glibbertierchen heißen sie auf einem bizarren Planeten willkommen. Und als eines dieser netten Viecher an Bord des Frachters kommt, hat definitiv keiner mehr was zu lachen.

 

Butter bei dem Fisch - Igors Meinung:

 

 Ridley Scotts atmosphärisches Sci-Fi-Horror-Meisterwerk mit metapherartigen Anspielungen rund um die Themen Geburt, Tod und die Urängste gegenüber dem Unbekannten, ist und bleibt für mich persönlich DER Weltraum-Monster-Film schlechthin. Natürlich wurde auch ich von der weltberühmten "Chestburster"-Szene seiner Zeit traumatisiert, doch das war nicht das einzige, was mich nachhaltig beeindruckt hat...

 

Vom nihilistischen Set-Design, über die Kameraführung, bis hin zu dem großartigen Vieh des schweizer Künstlers H.R. Giger kann man hier durch und durch von einem nahezu perfekten Film sprechen. Der wunderbare Cast, allen voran natürlich Sigourney Weaver, einer der ersten "starken" Frauen im Mainstreamkino überhaupt, überzeugt auf ganzer Linie. 

 

Dazu muss man wissen, dass sich Regisseur Ridley Scott seiner zeit gegen alle Widerstände der Produzenten durchsetzte. Die wollten nämlich, dass die Hauptfigur von einem männlichen Part übernommen wird. 

 

Zahlreiche Produktionsfirmen witterten fette Beute und warfen rasch einige, zum Teil sogar schwer unterhaltsame Alien-Brut-Rip-Offs auf den Markt. Doch auch solch 

krude Ergüsse wie "Astaron", "Mutant" oder "X-Tro" reichten, nicht nur stilistisch, nicht annähernd an Scotts meisterhafte Komposition des Grauens heran. 

 

alles in allem kann man sagen: "Alien" ist ganz hohe, faszinierende und düstere Filmkunst. Love forever!