What the Fuck?

 

Nachdem durch einen Militär-Unfall in Las Vegas eine Untoten-Epidemie ausgebrochen ist, wird das komplette Areal abgeriegelt und zur Sperrzone erklärt. Einer der hiesigen Casinobesitzer kommt nun auf die pfiffige Idee, nicht nur die verloren geglaubten und im Tresor eingelagerten Penunsen hierfür von seiner Versicherung zu kassieren, sondern sich seine 200 Millionen in bar aus Zombieland tatsächlich wieder rauszufischen. Also würfelt man sich hier eine Truppe von Hallodris, Halunken und gescheiterten Existenzen zusammen und los geht die siffige Sause. 

 

Why the Hell?

 

Tja, ich sag nur: Zack Snyder. Der Typ polarisiert scheinbar ziemlich deftig. Entweder man mag seine Filme, oder man findet sie grottoid. Dazwischen gibt es scheinbar nix zu holen.

 

Nun hat sich der Regisseur mit dem Nicolas Winding-Refn-Effekt nach seinem durchaus ansehlichen und spratzeligen DAWN-Remake aus dem Jahre 2004 erneut an die Untoten-Thematik begeben und hierbei tatsächlich, man höre und staune, dem Sub-Genre im Kern erneut eine Neuerung angedeien lassen. Denn wo seinerzeit seine fiesen Faulies vom Schlurf in den Rennmodus wechselten, wird hier, ähnlich wie bei Romeros DAY, eine neue Untoten-Evolution eingeleitet. Das kann man jetzt kacke finden oder nicht. Mir jedenfalls hats gefallen. Ich mag es einfach, wenn jemand einer vermeintlich ausgelutschten Film-Thematik neue Impulse gibt. 

 

Nach der ersten fulminanten Viertelstunde mit einem typischen audiovisuellen Snyder-Schmankerl-Auftakt, dauert es nicht lange, bis der hyperaktive Heist dann auch schon los geht. Trotz seiner epischen Länge von gut 2 1/2 Stunden ist Snyder alles in allem ein schön krawalliger Popcorn-Spaß mit einer simplen, aber coolen Story, einer klasse Location, einigen saftigen Effekten, ordentlich Fratzengeballer und ein paar guten Ideen gelungen. Was mir weiterhin gefiel waren die vielen schönen (teils ein wenig versteckten) Anspielungen auf Klassiker wie DIE KLAPPERSCHLANGE, ALIENS oder AMERICAN WEREWOLF.

 

Hier wird das Zombie-Rad zwar nicht neu erfunden, aber wenn man mal wirklich objektiv ist, und gar nicht erst in die Versuchung kommt, auf den Zug der Hopp oder Topp-Kritiken aufzuspringen, bleibt unterm Strich ein guter Genre-Beitrag, beobachtet von Pizza und Dosenbier. Nicht mehr und nicht weniger.

 

(Igore)