WTF:

 

Nerd Melvin arbeitet gemeinsam mit seinem Wischmop in dem ortsansässigen Fitnessstudio der Gemeinde von Tromaville. Der arme Freak sieht sich in seinem Umfeld immer wieder Belästigungen, Demütigungen und bösartigen Scherzen ausgesetzt. Eines Tages jedoch kommt es zu einem grauenhaften Unfall: von den Spöttern gehetzt und getrieben, fällt Melvin in ein Fass mit atomaren Müll und mutiert daraufhin zum mönströsen Superhelden.

 

Butter bei dem Fisch - Igors Meinung:

 

Wie könnten wir nur diese Seite betreiben, ohne den "Toxic Avenger" in die Ruhmeshalle der besten Monsterfilme aufzunehmen? Schier unmöglich! Diesen "irren" Spaß mit gesellschaftskritischer Attitüde, samt böser Seitenhiebe auf die Themen "Toleranz" und "Körperkult" haben wir Lloyd Kaufman und Michael Herz, den Masterminds der Tromaschmiede zu verdanken - muss man noch mehr sagen?

 

Unser titelgebender Held wirkt wie eine Mischung aus Roddy Piper, einer ausgekotzten Pizza und dem netten Bruder von "Hulk" - und doch, oder gerade vielleicht deswegen, wurde er zu einer art stilikone der underground-popkultur. Die Effekte sind derbe, dreckig und effektiv. Bitterböser, schmerzhafter Humor durchzieht diesen Schmuddelfilm. Zugegeben, der rotzige und geschmacklose Schmier ist nicht jedermanns Sache, aber Freunde des abwegigen kommen hier voll auf ihre Kosten.

 

Auf Grund seiner zum Teil recht expliziten Gewaltdarstellung und der Thematik der "Selbstjustiz" verging der "FSK" hierzulande das Lachen recht schnell, und der Film landete von da aus direkt bei den netten Kollegen der "BPS", die ihn bis zum Jahre 2013 (!) in den Giftschrank suspendierte. Ein Trauerspiel voller Missverständnisse.

 

Regisseur Lloyd Kaufman wurde übrigens sowohl 1997 beim "Raindance Film Festival", als auch 2003 auf dem "Fantastic Film Festival Amsterdam" für sein Lebenswerk ausgezeichnet, so nachhaltig hat er die Monster-Geek-Gemeinde bis heute beeinflusst. 

 

Wie es bei "Troma" so zugeht, könnt ihr übrigens hier auf unserer Seite nachlesen. Weltstar Patrick Kilpatrick stand uns für ein Interview zur Verfügung und hatte in "Atomic Hero" einen seiner ersten Filmauftritte - sehr interessant.