WTF:

 

Lorraine und Ed Warren, zwei tatsächlich existente "Ghostbusters", bekommen es hier mit einem von Geistern besessenen Spukhaus zu tun. Die Familie die dort wohnt und der es zu helfen gilt, ist bereits der Verzweiflung nah und am Ende ihrer Kräfte. Unheimliche Gestalten wohnen im Keller des Hauses, Paranormale Aktivitäten sind zu vernehmen und der letzte Ausweg scheint ein Exorzismus zu sein.

 

Butter bei dem Fisch - Igors Meinung:

 

"Based on a true Story". Sowas geht erfahrungsgemäß eigentlich meistens in die Hose und ist ein Garant für einen Langweiler in reisserischem Gewand.  Nicht jedoch hier! 

Bereits zuvor habe ich mich als James-Wan-Fanboy geoutet. Die Genres, die er bedient, bedient er mit präziser Perfektion und fügt ihnen erfrischend neue Elemente hinzu. Bedeutet: er erfindet das Rad zwar nicht neu, aber reizt Stilelemente gekonnt aus, so dass sie im Kontext einen echten Aha-Effekt beim Zuschauer auslösen.

 

Eine konstante Spannung durchzieht all seine Filme. Die Atmosphäre ist stets unheimlich, bedrückend und erschreckend - teilweise sogar nihilistisch ("Saw", "Death Sentence"). Weiterhin ist erstaunlich, dass Wan es schafft, mit Gestalten wie Jigsaw, Anabelle, dem krummen Mann, Valak oder dem roten Dämonen immer wieder neue "Stilikonen" im Horrorgenre zu manifestieren, die zum Teil sehr erfolgreiche und beliebte Spin-offs und Fortsetzungen nach sich ziehen. 

James Wan hat mit "Conjuring" einen im Grunde perfekten klassischen Grusler rausgehauen, der nachhaltig Gänsehaut verursacht und noch nachts im Bettchen nachwirkt.

 

Fazit: Sowohl "Conjuring", als auch sein Nachfolger aus dem Jahr 2016 gehören zweifelsohne zu den besten Horror-Beiträgen der letzten Jahre, wenn nicht sogar der letzten Jahrzehnte.