What the Fuck:

 

Haley und ihr Vater haben nicht gerade die allerinnigste Beziehung zueinander. Als Haleys Schwester jedoch der Stift geht, weil sich Papi in einem Hurrikane-Bedrohten Gebiet eingenistet hat, in dem scheinbar weder skypen, facebooken, studi-vauzetten, snapchatten noch telefonieren möglich zu sein scheint, schwingt sich Haley in ihren schnittigen SUV und braußt, allen Wetterwarnungen zum trotz, in die höllische Regenzone und macht dort alsbald Bekanntschaft mit mies gelaunten Mörderalligatoren.

 

Why the Hell:

 

An diesem Film scheiden sich scheinbar die Geister, denn man ließt häufig, dass er bei den Horrorgeeks entweder bretthart gut oder lausig schlecht ankommt. Ich frage mich allen ernstes: was bitteschön erwartet man denn von einem Film dieser Kategorie ... eine ausgefeilte Dramaturgie? Tiefgehende Charakterzeichnung? Ein 100-Mio.-CGI-Gewitter? Also ich habe genau DAS (!) bekommen, was ich mir unter einem unterhaltsamen Tier-Schlotzi vorstelle: Beste Unterhaltung, Tempo, Spannung und ausgerissene Gliedmassen. 

 

Der Reptilien-Slasher hält somit, was er verspricht. Und da sich Regisseur Alexandre Aja in der Welt der wütenden Fauna mit dem spaßigen "Kopp aus - Bier auf" - Beitrag PIRANHA 3-D bereits bestens bewährt hat, kann man als Genrefan bedenkenlos die Heimkinoanlage auf Anschlag stellen und die Bahlsen-Tüte aufreißen. 

 

Abgesehen davon punktet Aja mit ein paar rotzigen Effekte-Einlagen, gutem CGI und einer klitschigen und bedrohlichen Atmosphäre! CRAWL gehört zusammen mit Lewis Teagues DER HORROR-ALLIGATOR aus dem Jahre 1980 definitiv zu den besten "Kroko-Beiträgen" - allemal besser als LAKE PLACID sowieso! (Igor)