WTF:

 

In einem alten mexikanischen Antiquitätengeschäft stößt der Besitzer Jesus auf einen Skarabäus, der das Geheimnis für ewiges Leben birgt. Selbstverständlich ruft dies auch andere Interessierte auf den Plan, doch der sogenannte "Cronos" birgt für alle Begierigen ein grausames und blutiges Geheimnis.

 

Butter bei dem Fisch - Balthasars meinung:

 

Unterschätzer Erstlingslangfilm.

 

Dieser Film ist ein Langfilmdebüt, welcher im Grunde schon viele Kennzeichen von Guillermo del Toro beinhaltet: fantastische Umgebung, der Sinn für das Morbide, metaphorische Bildsprache und wundervolle Charaktere. Zudem ist dieser Film ein Kleinod an atmosphärischem Aufbau und intelligentes Genrekino. Der Film zeigt das Psychogramm eines Menschen, dem die Zeit zum Verhängnis wird. Zeit ist hier die Hauptfigur, das zentrale Thema. Hier werden einzelne Stationen eines Menschen gezeigt, bei der er eine innere Wandlung vollzieht, die sich auch ins Äußere abbildet. Er verpuppt sich zu einer anderen Person.

 

 

Immer an bestimmten Schlüsselszenen (wie z.B. im Uhrgeschäft, beim ersten Mal Blut lecken oder auch beim Endkampf) wird hier immer die Zeit als etwas Vergänglich-Relatives gezeigt. Die Zeit im Leben ist nur bedingt da. Man sollte eben deswegen diese nutzen. Dies ist einer der versteckten Kernaussagen dieses fantastischen Filmes: Nutze die Zeit.

 

Außerdem ist der Film eine versteckte Parabel auf den Drogenkonsum der 90-er Jahre, verpackt in eine moderne Vampirfilmvariante. Er zeigt die Wandlung eines Menschen und seine seelische Zerstörung bis hin zur Selbstkenntnis und Tod.

 

Ein sehr interessanter Film mit Tiefgang, der wieder Mal bestätigt, dass im Fantasie/ Horrorgenre viel transportiert werden kann, wenn man es richtig macht.