WTF:

 

Ein Alligator als Haustier ist wohl nicht so eine geile Idee. Irgendwann wächst das Vieh halt - welch Erkenntnis. Tja, wie wird man den kleinen Racker los? Bindet man ihn an einer Raststätte fest? Gibt man ihm den Gnadenschuss? Am besten ist, man eleminiert ihn einfach schwuppdiwupp über die Toilette in die Kanalisation. Dort angelangt ernährt sich das Biest u.a. von toten, genmanipulierten Tieren, die dort ebenfalls der Entsorgung zum Opfer fielen. Schon bald auf 12 Meter angewachsen, wird es dem Alligator zu klein dort unten. Er beschließt, an die Oberfläche zu kommen.

 

Butter bei dem Fisch - Igors Meinung:

 

Regisseur Lewis Teague (Cujo, Katzenauge) liegt scheinbar die Verfilmung von Tier-Horror-Stoffen besonders, obwohl er in seiner kurzen, aber recht gehaltvollen Karriere in nahezu allen Genres erfolgreich und souverän ablieferte. Hier haben wir es mit dem, meiner Meinung nach, besten Beitrag aus der Krokodil/Alligator-Sparte zu tun. Basierend auf der urbanen Legende des Kanalisations-Alligators, den man Anfang der 30-er Jahre angeblich aus einem New Yorker Gully hervorgefischt hat, griff Teague dabei auf eine herrliche Grundidee zurück, die von den Drehbuchautoren John Sayles und Frank Ray Perilli zu einer stimmigen Monsterstory verarbeitet wurde.

 

Teague kann nicht nur mit Robert Forster, Robin Riker und Henry Silva auf eine Reihe wunderbarer Schauspieler zurückgreifen, auch die Spezialeffekte können sich wirklich sehen lassen und wurden in beachtlicher Animatronic/Realaufnahmen-Symbiose kombiniert. 

 

Der manchmal sarkastische, teils zynische Öko-Horror mit ernsten Anleihen an die Thematik "Verantwortung gegenüber der Natur" punktet sowohl mit spannenden und klaustrophobischen Kanalisationsszenen, als auch mit gelungenen Außenaufnahmen und tendenziell suspensevollen Momenten à la "Der weiße Hai". 

 

"Der Horror-Alligator" ist ein Monsterfilm, der seine Botschaft unaufdringlich, aber wirkungsvoll verpackt und dabei einfach nur ne Menge Bock macht.