WTF:

 

Dr. Frederick Frankenstein möchte mit den irren Machenschaften seines einstigen Großvaters eigentlich nichts zu tun haben und frönt der seriösen Wissenschaft. Opi versuchte nämlich seiner Zeit, tote Materie ins Leben zurückzuführen. Doch die Neugier treibt Frederick nach Transsylvanien, um sich dort auf die Spuren des grausigen Vermächtnisses zu begeben. Schon bald ist auch er von dem Gedanken besessen, in die gleiche Kerbe zu hauen und neues Leben zu erschaffen.

 

Exakte Beobachtung.

 

Mel Brooks - Ein Genie der intelligenten Parodien. Er kann alles parodieren und das tut er immer noch. Seine Werke sind so vielschichtig wie gekonnt. Sei es SF (SPACEBALLS), Hitchcock (HÖHENKOLLER), Stummfilme (SILENT MOVIE ), Abenteuerfilme (ROBIN HOOD) und und und. Der Mann kann es. Manchmal mit guten Gags, manchmal ziemlich platt, aber er kann es.

 

Dieser Film ist eine bis ins allerkleinste Detail werkgetreue Parodie auf die 30-er Jahre "Frankenstein"-Verfilmungen von James Whale. Von der Musik (John Morris komponierte hier nochmals den alten Soundtrack), bis hin zu der tatsächlichen Original-requisite des Labors von Frankenstein. Brooks geht hinein bis in jedes  Kleinste Detail, um seine liebevoll gemeinte Parodie zu zeigen. Selbst Einstellungen übernimmt er komplett. Das tut dem Film gut. Im Prinzip brauch man die Originale gar nicht zu sehen um die Parodie zu verstehen.

 

Liebevoll nimmt er alles auseinander und gleichzeitig fügt er wieder alles zusammen um sein Herz für das Meisterwerk des Früh-horrors zu öffnen. Nicht zu vergessen hierbei die Tatsache, dass seine Firma schließlich auch verantwortlich ist für einen der besten Horrorfilme aller Zeiten: "DIE FLIEGE" von David Cronenberg. Sprich: er hat ein Faible für Horror. Und den zelebriert er hier auf seine Weise. Auch wenn einige Gags nicht zünden oder wenn die Lunte manchmal ausgeht, so gibt es auch ganz hervorragende Szenen (wie z.B. die Tanzeinlage mit dem Monster) bei denen man einfach nur lachen kann.

 

Allerdings wird der Film irgendwann ein wenig lahm. er hat einige Längen, die Brooks so schnell nicht lösen kann. Was diesen Film aber ausmacht, bzw. wer den Film trägt ist eine Person: Marty Feldman als Igor. Seine Performance ist so exorbitant genial, dass er das Ganze auf hohem Spaß-Niveau hält. Allein schon seine Szene bei der Ankunft der Verlobten von "Froderic" ist fantastisch: "Nehmen sie die Blonde, ich nehm' die mit dem Turban."