WTF:

 

Familie Creed zieht aus beruflichen Gründen in ein Kaff in der Nähe von Maine. Das Haus der Creeds und das des freundlichen alten Halb-eremiten Jud Crandall wird von einer LKW-gebeutelten Schnellstraße getrennt, die im späteren Verlauf der Handlung eine tragende Rolle spielen wird. Genauso wie der alte Tierfriedhof, der sich hinter den Büschen am Fuße eines Steinwegs befindet...

 

Butter bei dem Fisch - Igors Meinung:

 

Zu seiner Zeit von mir schwer unterschätzt, bin ich mittlerweile ein großer Fan dieses von Musikvideo-Ikone Mary Lambert kongenial und anspruchsvoll in Szene gesetzten filmischen Alptraums des King-Romans von 1983. Ob es wohl daran liegt, dass auch ich mich in zunehmendem Alter und in unmittelbarem Umfeld immer häufiger mit den Themen "Verlust" und "Tod"  auseinandersetzen muss? Kann durchaus sein... 

 

Lambert, die nach Absegnung von King himself auf dem Regieposten Platz nahm, hat ein feines gespür für den Stoff, den ich mehr als Familiendrama mit traumatischen und okkulten einschlägen sehe, als einen puren Horrorfilm. Sie spielt gekonnt mit den menschlichen urängsten von Verlust und Schicksalsschlägen und setzt das ganze zudem meisterlich in Szene. Hierbei entstanden unheimliche Weitwinkelkamerafahrten und grauenerregende Fratzen, die sich für lange Zeit in das Hirn des dankbaren Publikums fräsen.

 

Auch die deutsche Synchronisation weiß zu gefallen und hat mit Manfred Lehmann, Arnold Marquis und Evelyn Maron drei Stimmenprofis erster Kajüte an Bord.

 

Ein Stimmungsvolles, furchterregendes, dramatisches, emotionales und anspruchsvolles Gruselpaket und eine der besten King-Verfilmungen aller Zeiten, die nachhaltig unter die Haut geht. Man ist bisweilen sogar geneigt, nach dem Genuss des vielschichtigen Werkes in philosophische Gedanken einzutauchen. 

 

     Wer mehr über den beruflichen Werdegang der hervorragenden Regisseurin und die Zusammenarbeit Lambert/King erfahren möchte, empfehlen wir noch einen Blick auf unser Interview mit Mary Lambert zu werfen.