WTF:

 

Frank erwirbt einen magischen Würfel, der ihm zum Verhängnis wird und das Tor in eine andere Dimension öffnet. Von höllischen Ketten in Fetzen gerissen verrottet er auf seinem Dachboden, bis dann, Jahre später, Franks Bruder Larry und seine Frau Julia in genau dieses Haus einziehen, in dem das schreckliche Ereignis stattfand. Beim Einzug verletzt sich Larry an der Hand, Blut tropft auf das Holz des Dachbodens und säumt somit den "Nährboden" für Franks Rückkehr. Doch Frank braucht mehr Fleisch und Blut, um wieder ganz Mensch werden zu können, und die, denen er in der Hölle entflohen ist, sind ihm auf den Fersen.

 

Butter bei dem Fisch - Igors Meinung:

 

Regisseur und Schriftsteller Clive Barker wagt sich an seinen ersten abendfüllenden Spielfilm und kann direkt auf ganzer Linie punkten. Was hier mit dem, auch für damalige Verhältnisse, geringem Budget von etwas mehr als einer Million USD auf die Leinwand gezaubert wurde, ist schlichtweg beeindruckend. In bizarren und verstörenden Bildern wird hier völlig humorbefreit eine verhängnisvolle und perfide "Dreiecksbeziehung" erzählt, die so in der Art zuvor noch nie zu sehen war. 

 

Das gute und überzeugende Ensemble, allen voran Clare Higgins und Andrew Robinson, fügt sich nahtlos in die grauenerregende Szenerie ein und die Darstellung und Masken der "Cenobiden" verursachen schon beim hinsehen körperliche Schmerzen. 

 

Der Hintergrund dieser faszinierend-furchbaren Kreaturen wird nicht beleuchtet. Dies lässt dem Zuschauer Raum für eigene Interpretationen, und das ist auch gut so. Es muss nicht immer alles haarklein erklärt und inhaltlich seziert werden. Das Unbekannte ist das Faszinierende und zugleich Geheimnisvolle. Barkers Bilder wirken wie eine Metapher für Lust und Qual. Hieronymus Bosch hätte seine Freude an dem Werk gehabt. 

 

Die nur ein Jahr später unter der Regie von Tony Randel ("C2 – Killerinsect") entstandene Fortsetzung setzt in Sachen bluttriefendem Surrealismus noch Einen drauf und katapultierte Pinhead, Chatterer und Co. spätestens zu dem Zeitpunkt in den Olymp der Horrorikonen - und das völlig zurecht!