WTF:

 

Das Grauen beginnt, wie gehabt, in einer schnuckeligen amerikanischen Kleinstadt, wo man der Oma noch die Tüten ins Auto trägt und man sich nach der Kirche zu Baseball trifft. Und genau da fängt der Spaß an - auf dem Sportplatz in Ogden Marsh (wer kennt es nicht). Dort fuchtelt nämlich Dorftrottel Rory mit einer Flinte rum und scheint den Verstand verloren zu haben. Und auch andere brave Bürger verwandeln sich sukzessive in hochagressive Mordmaschinen. Was ist denn da bloß los?

 

Butter bei dem Fisch - Balthasars Meinung:

 

Tatsächlich mal ein besseres Remake.

Dieses Remake hat zwei große Vorteile: 1. es bezieht seine Spannung aus dem Perspektivwechsel und 2. es ist ein ernstzunehmender Horrorfilm. Es gibt keine spaßigen Szenen, es gibt keine Selbstironie, keine Verweise auf andere Horrorfilme oder seine ikonischen Einschläge. Der Film ist endlich ein Horrorfilm, der, obwohl eben ein Remake, eine "westernartige" Atmosphäre hat. Und das sollte jeder gute Horrorfilm haben. Sei er von der Story noch so simpel (und im Grunde ist er das), solange er eine nervenzerfetzende Atmosphäre hat, bewirkt er genau das, was er soll: Spannung ohne nervig zu sein.

 

Natürlich ist er im Zuge der "Post-28-days-later"-Filme nur ein weiterer Virusfilm, aber dafür ein ziemlich gelungener. Ohne große Schockeffekte auskommend, dafür aber mit einer stetig ansteigenden Spannung schafft er es zu fesseln. Auch wenn der subtile politische Grundton aus dem Original verschwunden ist, so bietet er doch genau das was er soll: Horror.