WTF:

 

In Antonio Bay sitzt ein alter Seebär mit einer Gruppe Kindern um ein Lagerfeuer herum. Der graubärtige Mann erzählt in verheißungsvollen Worten von der Legende der "Elisabeth Dane", einem Clipper, der von einem vermeintlichen Leuchtturmsignal fehlgeleitet, mit Mann und Maus vor der Küste zerschellte. Die Mannschaft findet angeblich keine Grabesruhe und schon bald sollen die modrigen Gesellen wiederkehren, um sich die Verantwortlichen für den tödlichen Unfall zur Brust zu nehmen.

 

Butter bei dem Fisch - Igors Meinung:

  

Ein ganz großer Gruselwurf der klassischen Sorte gelang Kultregisseur John Carpenter Anfang der 80er hier. Er war seiner Zeit der bekanntermaßen einzige Filmschaffende, der seinen eigenen Namen über die Titel auf den Werbeplakaten setzte. Dazu gehört eine gesunde Portion Selbstbewusstsein. Doch Carpenter griff nicht zu hoch. Er war zu der Zeit seine eigene Marke, mit einer eigenen CI. Er war und ist Kult.

 

Eine Old-School-Geistergeschichte mit schaurigen Gestalten, die ein düsteres Geheimnis mit sich herumtragen, wird erzählt. Die wunderbar ruhige Kameraführung, der unheilvolle Synthie-Score und die gelungene und atmosphärische Bildkomposition machen "THE FOG" zu einem echten Evergreen, der auch in 100 Jahren noch für gepflegte Gänsehaut sorgen wird.

 

Beim Testpublikum fiel der Film damals durch, weil er nicht gruselig genug war. Carpenter drehte einige Szenen nach und fügte das Ganze zu einem absolut stimmigen Schauermärchen zusammen. Kleines Budget - Großes Kino. Leider ist diese Kombination heutzutage viel zu selten.