WTF:

 

Die Frau des Journalisten John Klein wird in einen heftigen Autounfall verwickelt. Bei der schwer verletzten Patientin diagnostizieren die Ärzte einen Tumor im Schläfenlappen, an dem sie kurze Zeit später stirbt. Aus ihren Aufzeichnungen erfährt John, dass seine Frau in letzter Zeit häufig Halluzinationen von einem "Mottenmann" hatte. Hatte diese Erscheinung etwas mit dem Unfallvorgang zu tun? Steckt etwa mehr dahinter, als bloße Einbildung? John beginnt auf eigene Faust zu recherchieren und verheddert sich dabei in eine mystische & unheimliche Geschichte.

 

Butter bei dem Fisch - Balthasars Meinung:

 

Die Legende vom "Mottenmenschen" oder "Mothman" - schön mysteriös aufbereitet.

 

Eine sehr unbekannte Figur der Fabelwesen-Welt (wie z.B. "Bigfoot", "Chupacapra", "Vampire", usw.) bekam hier endlich seinen eigenen Film. 1966 begann die Legende vom "Mothman" während einer Autofahrt dreier Personen, die ihn gesehen haben wollen. Dann wurden, exakt in dem Ort in dem dieser Film spielt (Point Pleasant) immer wieder Sichtungen dieser art gemacht.

 

Begründet wurde die Legende basierend auf einen Fluch aus dem Jahr 1777, wobei der Häuptling Cornstalk aus dem Stamme der Shawnee beim Fort Randolph in der Nähe von Point Pleasant ermordet wurde. Es wurde spekuliert und wissenschaftlich untersucht, ob es nicht eine Rieseneule ist. Eine Lösung wurde vermutlich 1988 vom Forscher Mark Hall in "Thunderbirds! The Living Legend of Giant Birds" geboten. Hall weist darauf hin, dass im nordwestlichen Pazifik, dem Ozark-Gerbirge in Missouri und dem Alleghendy-Plateau in Pennsylvania, die Indianer ebenso wie die ersten westlichen Siedler fest an die Existenz einer Rieseneule glaubten. Sie bezeichneten sie als "große Eule", "Booger Eule" oder "Big-Hoot" (hoot = Eulenschrei). Eine solche Eule ist der Wissenschaft zwar nicht bekannt, jedoch könnte sie dem Mottenmann ähnlich sehen. Denn Eulen haben, anders als die meisten anderen Tierarten, große Augen, die rot aufleuchten können. 

 

Wie man hier schon liest, ist das ganze eine wunderbare Grundlage für solch einen Mysteryfilm. Die Vergleiche mit der genialen Serie "Akte X" liegen nahe, und zurecht hätte dieser Film eine wunderbare Episode der Serie sein können. Pellington, der schon mit "Arlington Road" einen Film präsentierte, versucht Hintergründe zu verschleiern um damit seine Spannung aufzubauen. Hier verpackte er die spannende Geschichte in einen unheilvollen, mysteriösen Film, bei dem man nie weiß, was als nächstes kommt. Geschickt spielt er auf der Klaviatur des Gruselns und schafft es, alte Stilmittel des Gruselfilms mit Neuen zu vermischen.

 

Für einen gepflegten Gänsehautabend ist gesorgt.