WTF:

 

Was ist denn nu kaputt? Die Welt wird von riesigen, außerirdischen Monstern angegriffen, den sogenannten Kaijūs. Der Grund allen Übels liegt im Pazifischen Ozean. Dort befindet sich eine Erdspalte, die als Dimensionstor fungiert, aus denen die zerstörungswütigen Kreaturen entfleuchen. Aufgrund ihrer Größe sind diese Viecher mit konventionellen Waffen kaum zu besiegen. Daher bleibt nur die Entwicklung und der Einsatz sogenannter „Jaeger" - durch 2 Personen gesteuerte High-Tech-Metall-Riesenmonster, die im internationalen Zusammenschluss den Angriffen Einhalt gebieten sollen.

 

Butter bei dem Fisch - Balthasars Meinung:

 

Danke Guillermo!

Also vorneweg für die, die es noch nicht wissen: ich war und bin nach wie vor 1.) ein Freund guten Trashs und 2.) seit Kindesbeinen an "Godzilla"-Fan. Ja ich weiß, es ist kein "Godzilla"-Film, aber egal. Es kann auch keiner sein - ist eben ein "Kaiju"-Film. Reicht auch. Und als ich den ersten Trailer sah vor ein paar Monaten, da dachte ich: "Genau mein Ding." Als ich ihn nun endlich sah wusste ich: "Genau mein Ding." 

Dieser Fantasy-SF-Hybridfilm hat alles was ein Trash-, bzw. "Godzilla"- Fan will und liebt: Grandios inszenierte Action, geile Monster, eine Zerstörungsorgie wie sie nur selten zu sehen ist und durchaus starke Charaktere. 

 

Auch wenn der ein oder andere Dialog an Pathos überläuft, so sind sie bei weitem nicht so stupide wie in anderen Blockbustern diesen Sommer (oder generell). Sie haben durchaus Hintersinn. Auch die Handlung bezüglich der menschlichen, dramatischen Seite ist z.T. zwar vorhersehbar und klischeehaft, aber das tut dem Film und der grandiosen Szenerie keinen Abbruch. Er macht verdammt viel Spaß. Hirn aus und ansehen. Aber wenn man genau hinsieht, hat dieser Film auch zwei grundlegende Aussagen: 1.) preist er die internationale Gemeinschaft und ist somit ein Plädoyer für ein interkulturelles Zusammenleben um zu Überleben. Das ist bei solchen Filmen selten geworden. Sonst ist es eher der Verbleib auf einer (meist militärisch) angehauchten Nation, die die Welt rettet. Hier muss der Mensch zusammenhalten um dies zu tun. Und das besser gestaltet als in "World War Z". Und 2.) ist der Film tatsächlich eine Anklage gegen die Umweltverschmutzung, wenn man den Verlauf des Films betrachtet. 

 

Davon ab: SO muss ein Blockbuster sein! Die über zwei Stunden gehen verdammt schnell vorbei. So muss das sein. Die Figuren sind wie eh und je schön durchgeknallt bei Del Toro, die Action ist sehr gut, die Masken ebenfalls, die Ausstattung ist von einer gewissen Eleganz und die ganze Inszenierung ist eben auf Monsteraction ausgelegt. Alles in Allem: Ich hab mich prima amüsiert. Endlich ein Blockbuster der Spaß macht UND Hintersinn hat. Und endlich mal ein Film, in dem das deutsche Wort "Jaeger" nicht negativ konnotierend in die Welt posaunt wird.