WTF:

 

Der junge Mike lebt nach dem Unfalltod seiner Eltern unter der Obhut seines älteren Bruders Jody. Immer wieder begegnet ihm eine seltsame Erscheinung: ein großer Mann, der sich an Särgen und Leichenwagen zu schaffen macht & auf Friedhöfen rumlungert. Er geht der Sache nach und versucht auf eigene Faust herauszufinden, was es mit all diesen Merkwürdigkeiten auf sich hat.  Schon bald findet sich Mike in einer bizarren Welt aus fliegenden Kugeln und Monsterzwergen wieder & gerät in einen Strudel aus nackter Angst und Gewalt.

 

Butter bei dem Fisch - Igors Meinung:

 

Der seit Mitte der 90-er bundesweit beschlagnahmte und vor kurzem rehabilitierte "PHANTASM" des talentierten Ausnahmeregisseurs Don Coscarelli ist auch heute noch ein ungewöhnliches Erlebnis, obgleich das Verbot hierzulande als schlechter Witz zu bezeichnen war, denn bis auf ganz wenige blutige Stellen gibt es hier seitens des Jugendschutzes wahrlich nichts zu beanstanden. Diese Einschätzung maße ich mir hier und jetzt einfach mal an. Die Stärke des Films ist vielmehr die phantasievolle Story, die dem Zuschauer Platz für Interpretationen bietet, als irgendwelche Splattereffekte oder Gewalttätigkeiten.

 

Die unheilvolle Stimmung, die hier stets (unterschwellig oder auch offensichtlich) mitschwingt, das morbide Setting und die superbe Regie von Coscarelli machen diesen phantasievollen Gruselschinken zu einem rundum gelungenen Gänsehauterlebnis, welcher zurecht Kultstatus genießt.  

 

Untermalt von dem wunderbaren Score von Fred Myrow, der sich auch in leicht abgeänderten variationen in den Folgeteilen wiederfindet, entstand ein famoser Film, der (wie seiner eigentlich zeit üblich) fernab von axtschwingenden Serienkillern, menschenfressenden Zombies und vom Teufel besessenen Teenagern neue Wege wagt.

 

Der zweite Teil steht dem Ersten übrigens in Nichts nach. An die Restlichen kann man hingegen eher einen Haken machen.