WTF:

 

Die frisch geschiedene Lucy Emerson zieht mit ihren beiden Söhnen Michael und Sam zu ihrem Vater nach Santa Carla, einem pulsierenden kleinen Party-Städchen mit großem Rummel an der Uferpromenade. Hier lungert auch gerne mal David samt seiner Motorradclique rum, um anzuecken und den dicken Max zu machen. Das beindruckt auch Michael, der sich von der coolen Bagage angezogen fühlt. Nachts zieht er mit ihnen los, getrieben von Neugierde und dem speziellen Kick, den ein Jugendlicher in seinem Alter halt braucht. Doch diese Begegnungen sollen sein Schicksal gehörig verändern.

 

Butter bei dem Fisch - Igors Meinung:

 

Yes, Baby! "The Lost Boys" ist ja wohl mal DER (!) Teenie-Vampirfilm schlechthin, denn wo man heutzutage auf romantischen Kuschelkurs geht, um Twilight-mäßig bis zum Morgengrauen an den Kinokassen abzusahnen und kleine Mädchenherzen zu brechen, so bedurfte es hierfür in den 80-ern schon echte Kerle in coolen Lederklamotten.

 

Unter der souveränen Regie von Joel Schumacher, dem zu der Zeit angesagte Jungschauspieler wie Kiefer Sutherland, Jami Gertz, Corey Haim und Corey Feldman zur Verfügung standen, gelang ein fetziger kleiner Kultfilm mit Anarchocharme, guten Gags und schmissigem Soundtrack. 

 

Maßstäbe werden hier nicht gesetzt - weder in Sachen Masken, FX, oder oscarwürdigen schauspielerischen Leistungen. Auch das Drehbuch hat keine krassen Kniffe oder erinnerungswürdigen Storytwists. Und doch weiß das cheesige, Schulterpolster- und Frisurenpanoptikum zu überzeugen...zumindest für die Generation "Zauberwürfel".

 

Oder, um etwas beim Kirmesjargon des fahrenden Volkes zu bleiben: Kommse ran hier, das macht Laune, hier gehts rund, hier tanzt der Bär!