WTF:

 

Der Dorf-Mob macht sich auf, um mit Mistgabeln, Ketten und anderen Werkzeugen der Grausamkeit einen vermeintlichen Hexer zur Strecke zu bringen. Nachdem sie ihn brutalst dahingerafft haben, scheint erst einmal Ruhe im Karton zu sein - Bis ca. 50 Jahre später das Gebäude, in dem diese Missetat stattfand, als Hotel fungieren soll. Was dort passiert reicht von unheimlichen Merkwürdigkeiten, bis hin zu schrecklichen und todbringenden Vorkommnissen. Nicht unschuldig daran scheint ein geheimnisvolles Buch mit dem Namen "Eibon" zu sein.

 

Butter bei dem Fisch - Igors Meinung:

 

Hier haben wir mal wieder einen der verbotenen Matschfilme, an denen sich die Geister scheiden und die Jugendschützer reiben. Auf dem Höhepunkt der sogenannten Zombiewelle (Ende der 70er/Anfang der 80er) haute unser Italo-Gore-Hero Lucio Fulci sich noch ein echtes Schmankerl raus. Hopplahopp wurde das blutige Treiben noch schnell von "Über dem Jenseits" zu "Geisterstadt der Zombies" umbetitelt und ab ging die Post.

 

Wieder einmal provozierte und polarisierte Fulci mit brutalen Bildern, die in eine Alibi-Rahmenhandlung gezwängt wurden - so zumindest das Urteil der abgeneigten Kinofraktion. Sicherlich sind Fulcis Beiträge nicht für den "KIKA" gedreht worden, doch welcher bundesdeutsche Richter hat das Recht über Kunst oder deren vermeintliche Verrohung zu entscheiden? Ich schweife ab - egal! Ich persönlich sehe sicherlich einen gewissen Selbstzweck in der Darstellung der zum Teil ausschweifend-blutigen Bilder. Man kann es nicht leugnen. Doch hat Fulci auch ein Gespür von Ästhetik und verpackt seine bizarren Traumwelten gekonnt in stimmungsvolle und surreale Bilder.

 

Ein Alptraum, auf den man sich einlassen muss. Sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber mit Sicherheit ein ungewöhnliches Filmerlebnis - somit kein Einheitsbrei und das muss man Fulci schon mal hoch anrechnen.  Fabio Frizzis Score und die (bis auf die berühmt/berüchtigte Spinnenszene) wirklich exquisiten SFX und Masken runden das Gruselkabinett zu einem stimmigen Horrorfiilm ab.