WTF:

 

Lt. Vincent D’Agosta untersucht mit Hilfe der Evolutionsbiologin Dr. Margo Green eine grausame Mordserie, bei der den Opfern buchstäblich das Gehirn ausgelutscht wird. Die blutige Spur endet zunächst in einem  Museum in Chicago, in dem ein Wachmann auf ebenso groteske Weise um sein Hirnschmalz erleichtert wurde. Green bringt eine bizarre Gen/Aberglaube-Mixgeschichte ins Spiel, die sich tatsächlich in dem Monster "Kothoga" manifestiert.

 

Butter bei dem Fisch - Igors Meinung:

 

Penelope Ann Miller und Tom Sizemore in einem Film von Peter Hyams? Das kann nur geil werden! "What?" werden jetzt wahrscheinlich einige von euch denken. Ja, in der Tat, diese drei Namen waren mal wirklich große Kaliber im Hollywood-Business und lieferten vorrangig in den 90-ern stets feine Kost in ganz unterschiedlichen Genres ab. 

 

Hyams lümmelte sich bereits seit den 70-ern erfolgreich  auf dem Regiestuhl rum und war für hochwertige Welterfolge wie "Unternehmen Capricorn", "Outland – Planet der Verdammten" oder "Presidio" verantwortlich. "Das Relikt" war sein einziger echter Monsterfilm - und auch da muss man ihm neidlos höchst unterhaltsame Kinokunst bestätigen.

 

Der biestige "Kothoga" ist erst im letzten Akt des Films tatsächlich in voller Pracht zu bewundern. In der Zeit vor dem Finale spielt Hyams gekonnt mit dem Ungewissen und dem Unbekannten. Ein löblicher dramaturgischer Zug, der schon in solch prachtvollen Klassikern wie dem Original-Alien von Ridley Scott funktionierte. Jedoch muss man auch erwähnen, dass  höchst wahrscheinlich auch ein anderes Problem diesem Umstand geschuldet und ein Stück weit ausschlaggebend war, denn das Kreaturen-Konzept war zu Beginn der Dreharbeiten noch gar nicht fertig.

 

Sei es wie es ist: Hyams gelang ein schweisstreibender & okkultisch angehauchter Monsterthriller, der es wirklich in sich hat. Ein gutes und fieses Stück Celluloid!