WTF:

 

Der durch einen Unfall entstellte und für tot gehaltene Dr. Phibes hat es sich zum Ziel gesetzt, all diejenigen büßen zu lassen, die seiner Meinung nach einst den Tod seiner geliebten Frau verschuldeten.Für dieses Herzensprojekt geht er geradezu biblisch-akribisch zu Werke.

 

Butter bei dem Fisch - Igors Meinung:

 

Vincent Price hat über 100 Rollen gespielt. Ein großer und großartiger Mime, ganz ohne Zweifel. Ob in zahlreichen AIP-Produktionen, als hochangesehener Bühnenschauspieler oder ganz einfach "nur" als Sprecher für diverse Einspieler oder TV- und Radioproduktionen. 

 

Ich persönlich jedoch halte den Charakter des Dr. Phibes für einen der Interessantesten, die Price jemals in seiner langjährigen und erfolgreichen Karriere inne hatte. Herrlich durchgeknallt agiert er hier, inmitten visuell beeindruckender Settings, bei der sich selbst Giallo-Pabst Dario Argento mit Sicherheit noch eine Scheibe abgeschnitten haben muss. 

 

Abgesehen von dieser Tatsache, sind natürlich noch andere Faktoren ausschlaggebend, die diese herrliche Horror-Groteske zu einem echten Schmankerl-Klassiker machen. Sei es Phibes geheimnisvoll-schöne Assistentin, der wunderbare schwarze Humor, oder die verrückt-skurrilen Ideen, mit denen Phibes hier zu Werke geht.

 

Den Spaß aller Beteiligten merkt man der Produktion latent in jeder Minute an. Price musste gar seine aus mehreren Schichten gehärtetem Leim bestehende Maske immer wieder erneuert bekommen, da er sie ständig, aufgrund von Lachanfällen, beschädigte. 

 

Wie man liest, hätte Price gerne nach der Fortsetzung von 1972 auch noch einen dritten Teil der schrägen "Phibes-Saga" gedreht; doch dazu kam es bekanntermaßen nie. 

 

Ein nostalgischer Leckerbissen und einer der besten Price-Filme!