WTF:

 

Dr. Herbert West ist ein Genie - Er hat nämlich ein Serum entwickelt, welches Tote Individuen wieder zum Leben erwecken kann. Das Problem an der Sache ist nur, dass dieses leuchtend grüne Zeugs nach der Injektion noch mit ein paar Nebenwirkungen zu kämpfen hat. Die Auferstandenen verhalten sich aggressiv, angriffslustig und scheinen nicht mehr Herr ihrer Sinne zu sein.

 

Butter bei dem Fisch - Igors Meinung:

 

Ich muss zugeben, dass ich bei Erstsichtung Mitte der 80-er nicht so wirklich von dem Film geflasht war. Er erschien mir ein wenig zu neben der Spur zu sein, und das (gewollte ?!) Mad-Scientist-Overacting von Jeffrey Combs alias Dr. Herbert West ging mir ziemlich auf den Zeiger. Nach erneuter Sichtung kann ich die Begeisterung der Gorehounds allerdings nachvollziehen, denn betrachtet und akzeptiert man "Re-Animator" tatsächlich einfach mal ganz unkompliziert und un-verkopft (oh, welch lustiger Bezug) als abgedrehte Frankenstein-Variante, ist der Spaß an der Sache in der tat nicht weit. 

 

Die SFX sind mehr als ordentlich gelungen und der Stoff thematisch im Großen und Ganzen zwar launig, aber durchaus stimmungsvoll und herrlich schwarzhumorig umgesetzt. Gerade die Fehde zwischen West und seinem ungeliebten Widersacher Dr. Carl Hill ist wunderbar schräg und spleenig in Szene gesetzt.

 

Von dem durchgeknallten Zombie-Gematsche existieren zwei Versionen, wobei der Directors Cut hier mal ausnahmsweise kürzer ausfällt, als die seiner Zeit auf den Markt geschmissene Fassung. Und hier kann man auch tatsächlich mal von einem "echten" Directors Cut sprechen, den die 86-Minuten-Version ist auch die, nach eigenem Bekunden, tatsächlich von Regisseur Stuart Gordon gewollte Fassung. Sie ist blutiger, zackiger und wirkt im Ganzen auch etwas stimmiger. 

 

Ich habe mit dem irren Wissenschaftler meinen Frieden geschlossen. Herbert West und sein Zombie-Serum wissen (auch in den beiden Nachfolgern von 1989 und 2003) in ordentlicher B-Manier gut zu unterhalten und verdienen einen Platz in dieser Kategorie.