WTF:

 

Am Strand von Cancun wird gesoffen und gevögelt, dass sich die Balken biegen. Zumindest am letzten Urlaubstag möchte man sich alibi-mäßig dann doch noch ein Stück Kultur einverleiben. Und so machen sich sechs Twens auf den Weg, um einen unerforschten Maya-Tempel aufzusuchen. Ein bisschen chillen, ein wenig rumgucken und ein paar Fotos machen. Schon bald stellt sich heraus, dass dies die mit Abstand beschissenste Idee auf ihrer Reise war.

 

Butter bei dem Fisch - Igors Meinung:

 

Der Oscar-nominierte Drehbuchschreiber und Schriftsteller Scott Smith hatte bereits einige Jahre zuvor mit dem grotesken Thriller „Ein einfacher Plan“ ein glückliches Händchen bewiesen. Hier nun verfasste er das Skript seines eigenen Romans „Dickicht“. Und man muss schon sagen, das fiese Teilchen fühlt sich an, wie Stephen King zu seinen besten Zeiten.

 

Nicht nur "liebäugeln" wir hier mit der höchst außergewöhnlichen und perfiden Monsterart einer Spezies, die im gemeinen Horrorfilm sonst eher stiefmütterlich behandelt wird; auch der psychologische Aspekt dieses todbringenden Survival-Spielchens ist hier tatsächlich als äußerst unangenehm zu bezeichnen.

 

 

Selbst wenn die Protagonisten dem Zuschauer in der Kategorie „Empathie“ einem nicht so recht an den Hals springen wollen, so ist man trotzdem sehr nah an ihnen dran. Man möchte sie da rausholen, ihnen eine Dusche verpassen und sie in die sterilen Hände eines Chirurgen geben. Davon abgesehen hebt sich der biestige Terrorstreifen sehr angenehm von den sonst üblichen Leinwand-Monströsitäten ab. Spätestens seit „Ruinen“ wissen nun auch die letzten Kulinariker: Grünzeug ist ungesund!