WTF:

 

"Die Föderation" ist das Ergebnis des Zusammenschlusses aller Völker unserer schönen Erde, um effektiver Krieg führen zu können. Da man sich jetzt ganz doll lieb hat und Seite an Seite gen Untergang schreiten möchte, braucht man natürlich ein neues Feindbild und da kommen die "Bugs" wie gerufen. Jahrelang führte man bereits gegen die hässliche Brut einen blutigen Kampf, doch nun will man endgültig mit der großen Fliegenklatsche den Mistviechern den Lebenshahn abdrehen. 

 

Butter bei dem Fisch - Igors Meinung:

 

Hier haben wir nach dem dystopischen Blech- und Stahlgewitter "Robocop" und dem Mutanten-Sci-Fi-Thriller "Total Recall" den nächsten Megaknaller von Skandal-Regisseur Paul Verhoeven am Start. Mein lieber Scholli, was hat der Mann sich seiner Zeit für Granaten rausgehauen, immer begleitet von hitzigen medialen Diskussionen über selbstzweckhafte Gewalt und manipulativem Sexgewusel.

 

Verhoeven nimmt sich hier die gleichnamige Buchvorlage von Robert A. Heinlein zur Brust und serviert uns seine brachial-blutige Interpretation des Stoffes - so, wie wir es von ihm kennen und lieben. Als Satire auf den Hurra-Militarismus konzipiert, gespickt mit starken Special-FX, brutalen und faschistoid wirkenden Bildern & einer Rahmenhandlung, die aus einer "Bravo-Foto-Love Story" entsprungen zu sein scheint, wurden wir Ende der 90-er Jahre mit einem der besten Sci-Fi-Filme aller Zeiten konfrontiert.

 

Auf Konfrontation ging zumindest seiner Zeit die hiesige "FSK", die mit dem hier gezeigten völlig überfordert zu sein schien. Jugendverbot mit anschließender Indizierung lautete das Urteil der jugendschützer. Mittlerweile wurde diese Entscheidung gott sei es gedankt jedoch revidiert.

 

Das man inhaltlich knallharte Fantasy-Action und schmerzhaft-widerliche Kriegsbilder gepaart mit unverholenem Teenager-Gebalze zusammen in ein intelligentes Skript für den geneigten "Zuschauer mit Köpfchen" packen kann, bewies uns hier übrigens erneut Verhoeven-Freund Edward Neumeier, der bereits zuvor gemeinsam mit Michael Miner "Robocop"-Murphy auf die Straßen von Detroit schickte. 

 

"Starship Troopers" ist harte, pechschwarze, zynische Satirekost mit allem, was das Sci-Fi- und Monsterherz erfreut. Ein Klassiker aus einer Zeit, als man in Hollywood noch wilde Ideen in die Kinos bringen konnte. Immer wieder ein genuß!

 

Wie war eigentlich die Zusammenarbeit mit Regielegende Paul Verhoeven? Schaut mal hier auf unserer seite nach, und lest unser Kurzinterview mit "Robocop" Co-Autor Michael Miner - es lohnt sich!