WTF:

 

5 Freunde verbringen ihren Urlaub in einer  verschmockten Waldhütte und stoßen dabei im Keller auf mysteriöse Tonbandaufzeichnungen und ein altes Buch mit unheimlichem Gekrickel und Beschwörungsformeln. Selbstredend versuchen die Hajopeis hinter das Geheimnis dieser Merkwürdigkeiten zu gelangen und wecken damit fiese Dämonen, deren bevorzugter Zeitvertreib es ist, Menschen in widerwärtige & blutrünstige Monster zu verwandeln. Let's rock!

 

Butter bei dem Fisch - Igors Meinung:

 

Man mag es kaum glauben, aber dieses berühmt berüchtigte "Teufelswerk" ist mittlerweile als jugendfrei eingestuft worden. Die Argumente heutzutage seitens der FSK hierfür sind genauso kurios, wie seiner Zeit die Begründung der Beschlagnahme. Sei es, wie es ist: Regisseur Sam Raimi hat sich mit diesem Splatter-Fest ein Denkmal gesetzt, so viel steht mal fest.  An den Wochenenden mit Freunden und Minimalbudget gedreht, gelang ihm ein stilistisch großartiges, schweißtreibendes und fieses Miststück von Film, bei dem sowohl die Atmosphäre und die bizarre Kameraführung, als auch die detailverliebten und handgemachten SFX punkten können. Relativ humorbefreit wird hier gehackt und gemordet, dass sich die morschen Balken biegen.

 

Selbst Stephen King zeigte sich seiner Zeit beeindruckt von dieser schmierigen Schlachtplatte und sprach sein Urteil: Der originellste Horrorfilm des Jahres 1981. Raimi und Campbell wurden zu Kultfiguren der Gorehound-Szene und trotz dem der Film zum Ende hin mit seinen comicartig-überzogenen Gewalt-Effekten in die Lächerlichkeit abdriftet (übrigens empfand ich damals bei Erstsichtung schon so), wirkt er doch im Ganzen stimmig, wild, dreckig, innovativ und sehr roh. Die deutschen Jugendschützer waren empört und die Verbotswelle brach über den deutschen Videothekenmarkt herein.

 

"TANZ DER TEUFEL" wurde zusammen mit "MUTTERTAG" und "MAN-EATER" zum Synonym sinnloser Filmgewalt. Doch bei weitem nicht nur auf Grund dieses Umstandes: Zurecht ein Klassiker!