WTF:

 

Der knarzige Professor Abronsius reist mit seinem jugendlichen Schergen Alfred in die Karpaten, um dort den Vampirismus zu erforschen und zu bekämpfen. In einem alten Gasthof untergekommen, werden die beiden tollpatschigen Helden tatsächlich Zeuge von ungewöhnlichen Ereignissen und merkwürdig anmutenden Geschehnissen, die in der unheimlichen Begegnung mit einem Buckligen Knecht und dem nächtlichen Verschwinden der Wirtstochter münden. Sind hier tatsächlich Blutsauger am Werk?

 

Butter bei dem Fisch - Igors Meinung:

 

Roman Polanskis amüsante Persiflage auf den althergebrachten Vampirfilm ist ein zugleich unheimliches, als auch sehr unterhaltsames und liebevolles Klischeepotpourri mit charismatischen Darstellern und stimmungsvollem Setting. Dabei ist es immer wieder überraschend zu sehen, welch schauspielerisches Potenzial Polanski an den Tag legt. In dem 1976 ebenfalls unter seiner Regie erschienenen und hochkarätigen Psychothriller "Der Mieter", nach dem Roman von Roland Topor, spielt er gar oscarreif auf.

 

Viele Jahre später, nämlich 1997, wurde "Tanz der Vampire" unter der Regie von Polanski himself sogar international zu einem Musical verwurstet. Während diese Version bei Kritikern und Publikum große Erfolge feiern konnte, gilt die speziell für den Broadway entworfene Fassung übrigens als riesiger Flop.

 

Mit "Tanz der Vampire" gelang Polanski ein zeitloser Klassiker mit schrägen Figuren, eingebettet in unheimliche Musik und gespickt mit einer Vielzahl von Grätschen zwischen Subtilhumor, Ironie und Klamauk. Eine echte Vampir-Perle und mit Sicherheit das Highlight aller Blutsaugerkomödien.