WTF:

 

Julia Denning ist so eine Art mobile Krankenschwester in Cold Rock, einem von Armut und Arbeitslosigkeit gebeutelten Kaff im Bundesstaat St. Nimmerlein. So erfährt sie bei einem ihrer Besuche von dem Mythos des „großen Mannes“, ein Monster in Menschengestalt, der für zahlreiche Kindesentführungen verantwortlich sein soll. Und nun darf man dreimal raten, was hier wohl passieren mag. Die Kacke fängt langsam an zu dampfen...

 

Butter bei dem Fisch - Balthasars Meinung:

 

Ganz anders - und wer hier was bestimmtes erwartet, muss sich nicht wundern.

Laugier polarisiert schon immer. Und das ist auch gut so. Warum auch nicht? Muss ja nicht jeder dem entsprechen, was man von ihm erwartet. Ich persönlich mag es, wenn Filme mich überraschen und mich auf Fährten schicken, die ich so nicht erwartet hätte. 

 

So auch dieser Film. Ich werde hier nicht auf den Inhalt eingehen, denn jedes Wort über ihn würde den Film ruinieren und die vielen Wendungen zunichtemachen. 

Ich war unvoreingenommen an ihn herangeschritten und war sehr positiv überrascht. Laugier präsentiert hier, soviel sei verraten, einen anfänglich augenscheinlichen Geister- oder was auch immer Fantasythriller, der geschickt mit den Versatzstücken von Genreelementen spielt und diese auch kennt (so die unbekannte Gestalt die im Dunkeln agiert, die Lichtverhältnisse, usw). Es fängt an wie eine Mischung aus "Jeepers Creepers" und "Boogie Man" doch dann nimmt der Film eine ganz andere Richtung und wird auch zu einem anderen Genre. Denn letzten Endes ist dieser atmosphärisch dicht inszenierte Film (sehr gute Kameraarbeit!) eine moralische Abhandlung über Recht, Ethik und den Umgang mit den menschlichen Verhaltensweisen - und beantwortet sie überhaupt nicht, sondern stellt dem Zuschauer die Frage, was richtig sei. Laugier hat hier seinen Stil eingebracht um diese Fragen zu stellen und verpackt das in eine ordentlich spannende Handlung. 

 

Wem das nicht passt muss ihn ja nicht ansehen. Ich war aber durchaus angetan.