WTF:

 

Die Erde ist zerstört und verwüstet. Vampire haben die Macht übernommen und ganze Städte leergelutscht. Der junge Waise Martin macht sich gemeinsam mit dem wortkargen und knallharten Überlebenskünstler "Mister" auf nach "New Eden", einem Ort der gerüchtehalber weitestgehend vampirfrei sein soll. Seite an Seite pfählen und kämpfen sich Martin und sein väterlicher Komparse durch eine trostlose, verlassene und todbringende Gegend.

 

Butter bei dem Fisch - Igors Meinung:

 

Ein echtes Kleinod haben wir hier. Obwohl der von Jim Mickle geschriebene und inszenierte Streifen einiges an namhaften Preisen abräumen konnte, so ist er dennoch bis heute leider viel zu unbeachtet und ungewürdigt. 

 

"Vampire Nation" lebt von einer grundsoliden und überzeugenden postapokalyptischen Stimmung, seinen hervorragenden Vampirmasken und den differenzierten Hauptfiguren. Nick Damici als wortkarger Killer und Connor Paolo als sein jugendlicher Begleiter durch Tod und Verwüstung geben ein wunderbares und stimmiges Gespann ab. 

 

Weit unter dem für einen solchen Stoff in der Regel angesetztes Budget (man liest hier und da etwas von knapp 650.000 USD) gelang Mickle ein echter Coup. Hier kann sich so manch ein Hollywood-Blockbuster noch eine Scheibe abschneiden. Respekt vor einer solch kreativen Arbeit!

 

Ein ernster Stoff, ohne Firlefanz und gute Laune, großartig in Szene gesetzt. Ein deprimierender und atmosphärischer Roadmovie - staubig, dreckig, düster. "Vampire Nation" sollte unbedingt von euch entdeckt werden!