WTF:

 

In Amsterdam treibt ein unheimlicher Serienkiller sein Unwesen. Immer wieder findet die hiesige Polizei grausam zugerichtete Leichen. Die Stadt ist in Panik und verängstigte Zeugen berichten von einem schwarzen Phantom mit großen Klauen, welches in den Grachten des nachts sein Unwesen treibt. Inspektor Visser und sein Kollege Vermeer versuchen gemeinsam mit der Wasserschutzpolizei den Unhold dingfest zu machen.

 

Butter bei dem Fisch - Igors Meinung:

 

Der niederländische Regisseur Dick Maas ist in seinem Land ein absolutes Ausnahmetalent. Binnen weniger Jahre hat er es in den 80-er Jahren geschafft drei mal hintereinander international erfolgreiche und angesehene Top-Titel auf den Markt zu hauen. "Fahrstuhl des Grauens", "Die Flodders" und der hier angesprochene Horror-Thriller gehören bis heute zu den erfolgreichsten Kinofilmen, die je auf holländischem Grund und Boden gedreht worden sind.

 

Maas griff in allen drei Fällen als Hauptakteur auf seinen langjährigen Freund und Weggefährten Huub Stapel zurück, der auch hier wieder einmal als souveräner Sympathieträger mit Charisma brilliert. Und weil Maas gerne sein eigenes Ding durchzieht, war er in allen genannten Filmen weiterhin sowohl als ausführender Produzent, als auch als Drehbuchschreiber und Score-Komponist tätig.

 

Zum Film selbst kann man sagen, dass Maas hier ein äußerst spannender und atmosphärisch dichter Schlitzerfilm gelungen ist, dessen Höhepunkt sicherlich die Bond-reife Verfolgungsjagd auf Motorbooten durch die Grachten der malerischen Stadt sein dürfte, die wirklich kongenial und atemberaubend in Szene gesetzt worden ist.

 

Einzig und allein das holprige Ende und die etwas an den Haaren herbeigezogene "Whodunit-Frage" wirken hier in meinen Augen etwas unbefriedigend, doch so kommen wir zumindest halt letzten Endes doch noch in den Genuss, diesem schönen Grusel-Kriminalstück einen Platz in dieser Kategorie zu kredenzen. Anschauen lohnt!