WTF:

 

Der böse Dämon Djinn versucht seit ewigen Zeiten die Weltherrschaft dadurch zu erlangen, in dem er all denen, die ihn herbeirufen, drei Wünsche erfüllt. Die Art und Weise, wie der schlimme Finger diese Wünsche jedoch auslegt, sind perfide, manipulativ, hinterrücks und enden in der Regel mit dem Tod der Betroffenen, denn Hierdurch kann der Djinn Seelen sammeln und seine Macht stärken. Irgendwann ist dann jedoch Schluss mit der Nummer, und der Geist des Djinn wird in einen Opal verbannt. Erst viele Jahrhunderte später, im Jahre 1997, wird der böse Bursche befreit und versucht sein tödliches Spiel voranzutreiben. 

 

Butter bei dem Fisch - Igors Meinung:

 

Der Wishmaster gehört seit Ende der 90-er Jahre zu meinen Lieblingsmonstern, doch ehrlich gesagt: alleine schon die Grundidee weiß zu gefallen. Das von Horrorikone Wes Craven (Nightmare on elm St., Scream) produzierte und von Effektespezialist Robert Kurtzman (Armee der Finsternis, Bride of Re-Animator) in Szene gesetzte Hardcore-Märchen für Erwachsene gehört zweifelsohne, zumindest aus der Dekade der 90-er Jahre, zu den wenigen erfrischend ernsthaften Beiträgen des Genres. 

 

Nun ist Kurtzman nicht Spielberg, das steht einfach mal fest. Und so könnte man meinen, dass er im Zuge der Inszenierung sein vielgelobtes und weltbekanntes Talent in dem Film ausspielt, nämlich gewiefte und atemberaubende Spezialeffekte auf die Leinwand zu zaubern...doch dies ist bedauerlicherweise nicht der Fall. Kurtzman setzt auf Billig-CGI und diese Vorgehensweise ist sechs Jahre nach dem tricktechnisch bahnbrechenden "Terminator 2" eher suboptimal. Ich hätte mir hier einfach mehr handgemachte Effekte gewünscht, aber sei es drum: dies ist wirklich mein einziger kleiner Kritikpunkt, und der Film ist und bleibt ganz klar in der gehobenen Monsterklasse anzusiedeln.

 

Der Plot, die wunderbar kruden Wunsch-Ideen, die Gastauftritte der damaligen Superstars der Szene (Kane Hodder, Robert Englund, Tony Todd), der Score des großartigen und mehrfach Horror-erprobten Film-Komponisten Harry Manfredini (Freitag der 13., House) und zu guter letzt natürlich das herrlich diabolische Spiel von Haupt- und Djinn-Darsteller Andrew Divoff ist einfach umwerfend.

 

Die unter der Regie von Jack Sholder zwei Jahre später entstandene Fortsetzung ist ebenfalls feine Horrorkost.

 

Wer mehr erfahren möchte, dem sei an dieser Stelle auch unser schönes  Interview mit "Djinn" Andrew Divoff ans Herz gelegt.