Der US-Amerikanische Künstler Richard Emerson Smith, besser bekannt als Dick Smith, war ein legendärer Meister seines Fachs der Kategorie "Maskenbildner". 

 

 Er studierte an der "Wooster School" und der "Yale University", mit dem eigentlichen Ziel, Zahnarzt zu werden, orientierte sich dann jedoch thematisch um und studierte Zoologie. Nebenbei las er mit Begeisterung Bücher über Schmink-Tricks und Tipps, die die damaligen Hollywood-Experten bei den Dreharbeiten zu "Der Glöckner von Notre Dame" (1939) und "Arzt und Dämon" (1941) verwendeten. Schon bald begann er sich für die Yale-Theatergruppe zu engagieren, in dem er Hinter den Kulissen am Schminktisch stand und entschied sich nach seinem Abschluss für eine Theaterkarriere.

 

Nach einiger Zeit wechselte er von den Bühnenbrettern zum TV, wo er vierzehn Jahre lang, von 1945 bis 1959, als "Make-up-Direktor" bei dem Fernsehsender "NBC" tätig war. Er entwickelte viele neue Materialien, Ideen, leistete Pionierarbeit in solch Techniken wie der Verwendung von Schaumlatex und Kunststoffen und erfand das Rezept für das optimale "Filmblut". 

 

 

Zu dieser Zeit war es in der Branche nicht üblich, seine Hinter-den-Kulissen-Tricks zu verraten. Diesen Umstand wollte Smith ändern; er wollte sein Wissen weitergeben. Somit veröffentlichte er 1964 ein Lehrbuch mit dem Titel "Dick Smith’s Do-It-Yourself Monster Make-up Handbook", welches bis zum heutigen Tage als Referenzwerk gilt. Er stand seinen Fans sogar persönlich zur Verfügung, denn bei Smith konnte man sich zum "Make-up-Artist" ausbilden lassen.

 

In Klassikern wie "Der Exorzist" (1973), "Der Höllentrip" (1980) oder "Scanners" (1981) kann man seine großartige Arbeit bewundern, die noch immer unzählige Berufskollegen in ihren Projekten beeinflusst.  

 

Der "Godfather of Make-Up" verstarb am  30. Juli 2014 in Los Angeles, ausgezeichnet mit einem "Oscar" für das beste Make-up in Milos Formans "Amadeus", so wie mit dem Ehrenoscar für sein Lebenswerk. Kaum jemand hat die Filmwelt Make-up-technisch so nachhaltig beeinflusst wie Dick Smith!