Der 1901 in Tokio geborene Eiji Tsuburaya gilt (gemeinsam mit Produzenten Tomoyuki Tanaka) als geistiger Vater des legendären "Godzilla".

 

Tsuburaya verlor bereits im Alter von 3 Jahren seine Mutter. Sein Vater, beruflich stark eingespannt, überließ die Erziehung Tsuburayas einem Onkel und der Großmutter väterlicherseits. Nach abgeschlossenem Schulabschluss und abgebrochener Flieger-Ausbildung hatte Tsuburaya von 1919 bis 1927 diverse Jobs in der Filmindustrie inne und arbeitete dort u.a. als Kameramann.

      

Getrieben und beeindruckt von Merian C. Coopers und Ernest B. Schoedsacks wegweisenden Monsterfilm "King Kong und die weiße Frau", gründete Tsuburaya 1939 in den legendären „Toho-Studios“ die hauseigene Effekteabteilung und hatte in dieser Zeit eine ca. 60-köpfige Künstlergarde unter sich. In Zusammenarbeit mit Regisseur Ishirō Honda und dem Produzenten Tomoyuki Tanaka entstand schließlich im Jahre 1954 eine Monsterlegende, die die gesamte Filmwelt nachhaltig "erschüttern" und beeindrucken sollte: "Godzilla" war geboren!

      

 

Anders als in Willis O’Briens King-Kong-Version von 1933 legten Tsuburaya und sein Team ihr "Effekteaugenmerk" jedoch nicht auf die Stop-Motion-Tricktechnik, sondern arbeiteten mit mannshohen Gummikostümen, in denen echte Schauspieler steckten, die ganze Miniaturszenarien niedertrampelten. Das sogenannte „Suitmation-Verfahren„ war neu, es war beeindruckend und kam, nicht nur beim nationalen Kinopublikum, hervorragend an.

 

Nach dem großen Erfolg von „Godzilla“ entstanden immer mehr Riesenmonsterfilme, die sich mit der Infiltration der Atom-traumatisierten japanischen Bevölkerung beschäftigten. Mehr und mehr interessante Riesenwesen (sogenannte Kaijūs) entstanden in den „Toho-Studios“ und wurden Teil des großen „Godzilla-Universums. Gigantische und großartige Viecher wie "Rodan" oder "Mothra" erblickten das Licht der Leinwand. Die Erde wurde im Kino zum Schlachtfeld, die Zuschauer in den vollen Theatersälen quietschten vor Begeisterung.

 

Auch das TV-Publikum wurde bedient: Tsuburaya kreierte die Kultserie „Ultra Q“, aus der sich noch im gleichen Jahr „Ultraman“ generierte, aus der wiederum zahlreiche Ableger wie "Ultraman Company" oder „Ultraman Gaia“ entstanden.

 

Bis Ende der 60-er Jahre lieferte Tsuburaya allerfeinste Monsterkost ab. Nach dem wunderbaren „Godzilla – Attack All Monsters“ verstarb Tsuburaya, der den „Toho Studios“ stets die Treue hielt, im Jahre 1970 an einem Herzinfarkt. Sein Name wird bis auf alle Ewigkeiten mit seinen unvergesslichen Geschöpfen in einem Atemzug genannt werden!