Dem schweizer Künstler Hans Rudolf Giger haben wir eine der bizarrsten Lebensformen der Kinogeschichte zu verdanken. Das "ALIEN" in Ridley Scotts gleichnamigen, düsteren Sci-Fi-Klassiker gilt bis heute als stilbildendes filmisches Abbild einer mörderischen und unbekannten Spezies. 

 

Der kunst-affine Apothekersohn aus Zürich studierte ab 1962 Innenarchitektur und Industriedesign an der Kunstgewerbeschule in seiner Heimatstadt. Während seiner Ausbildung entstanden erste Zeichnungen Gigers, die in diversen einschlägigen Underground-Zeitschriften erschienen. 

 

Als Innenarchitekt und Designer erwarb sich Giger einen angesehenen Namen in der Szene und bei seinen Kunden, während zwischenzeitlich diverse Skulpturen entstanden, die den Weg in vielbeachtete und kommerziell erfolgreiche Ausstellungen fanden.

 

 

Ab 1968 war er dann ausschliesslich als Künstler und Filmemacher tätig. Stilbildende Designkonzepte für Werke wie "Alien", "Dune", Poltergeist 2" oder "Species" entstanden. Für erstgenannten wurde Giger schließlich 1980 mit dem Oscar in der Kategorie "Beste visuelle Effekte" geehrt. Ein Monster für die Ewigkeit war geboren. 

 

Gigers phantastische und surreale Visionen waren stets von metallischer Düsternis, morbider Sexualität und nihilistischer Schönheit geprägt. Das künstlerische Repertoire von Giger umfasste u.a. die Gestaltung von Plattencovern, das Erstellen von Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen, so wie Film-, Konzept- und Möbeldesign.

 

Im Mai 2014 erlag Giger in einem Züricher Krankenhaus den Verletzungen, die er sich bei einem Sturz zugezogen hatte. Für uns bleibt er unvergessen!