Jack P. Pierce - "Der große (Make-Up) Grieche" emigrierte mit seiner Familie um die Jahrhundertwende in die Vereinigten Staaten. Nach heftigen familiären Streitigkeiten (Pierce galt als sehr temperamentvoll) änderte Pierce, der eigentlich bürgerlich Janus Piccoulas hieß, seinen Namen und begann von da an seine griechische Herkunft zu verheimlichen.

 

Bis ca. 1920 hatte er kleinere Funktionen in verschiedenen Filmstudios inne, und arbeitete dort als Kameramann, Stuntman und wurde für diverse Nebenrollen besetzt, bis er schließlich 1928 Chef-Maskenbildner bei "Universal Pictures" wurde. Dort legte man seiner Zeit besonderes Augenmerk darauf, in hochwertiger Form klassische Gruselstoffe zu verfilmen. 

 

Seine ersten wichtigen Arbeiten können wir in Tod Brownings "Dracula" (1931) bewundern. Das Konzept von "Universal" kam an und traf den Nerv des Publikums. Für die nachfolgenden Projekte "Frankenstein" (1931) und "Die Mumie" (1932) entwarf Pierce für Boris Karloff nicht nur die weltbekannten und klassischen Make-Ups, er sollte auch bis in die 40-er Jahre Karloffs Maskenbilder und Freund bleiben.

 

 

Pierce wurde stets für nachfolgende Dracula-, Frankenstein- und Mumien-Filme herangezogen. 1943 entwickelte er für "Phantom der Oper" die letzte Kultmaske für "Universal". Vier Jahre später war die Zeit seiner großen Erfolge dann vorbei. "Universal Studios" produzierte keine Monsterstoffe mehr. Die Thematik war ausgelutscht und man trennte sich von Pierce.

 

Pierce landete an den Sets von Fernseh- und B-Film-Produktionen. Zuletzt leitete er die Make-Up-Abteilung für die beliebte Familienserie "Mr. Ed" (1961–1964), bevor er 1968 an Harnvergiftung, auf Grund einer Nierenfunktionsstörung verstarb.

 

In über 100 Filmen hinterließ er seine künstlerischen Fußspuren für die Nachwelt. Noch im nächsten Jahrhundert und darüber hinaus wird man seine Arbeit bewundern. Da sind wir uns sicher!