Den US-amerikanischen Tricktechniker Ray Harryhausen kann man wahrlich als Kultfigur unter Genrefans bezeichnen. In Los Angeles geboren und aufgewachsen, stand Harryhausen unter enormen kreativem Einfluss der Hollywood-Monsterfilme. Besonders "King Kong und die weiße Frau" (1933) tat es ihm seiner Zeit schwer an. Der 13-jährige Harryhausen war so beeindruckt von dem, was er auf der Leinwand erblickte, dass er begann, die Wirkung des Films zu erforschen &  alles über den dafür verantwortlichen Stop-Motion-Pionier Willis H. O'Brien zu recherchieren. 

Schließlich kam er sogar mit seinem Vorbild O'Brien in Kontakt und zeigte ihm voller Stolz seine selbstgebauten Monster- und Sauriermodelle. Der beeindruckte O'Brien wurde Freund und Mentor Harryhausens.

 

Während dieser Zeit versuchte sich Harryhausen an ersten eigenen Stop-Motion-Versuchen. Unter dem Arbeitstitel "Evolution" entstand zwar kein abendfüllender Spielfilm, doch eine wunderbare und beeindruckende Demorolle, die er zum Zwecke seines beruflichen Aufstiegs nutzen konnte. In ersten Jobs arbeitete er beispielsweise für den Verleih "PARAMOUNT", wo er u.a. für George Pal in den Kurzfilmen für die "Pal's Puppetoon"-Reihe tätig war.

 

 

Seinen Durchbruch erlangte er dann letzten Endes 1953 mit seiner Arbeit an dem von "WARNER" für 200.000 USD produzierten Echsenknaller "Dinosaurier in New York". 


Mittlerweile hatte Harryhausen die Stop-Motion-Technik seines Lehrers Willis O’Brien zur Perfektion entwickelt und erweckte damit zahlreiche wunderbare und unvergessliche Fabelwesen auf der Leinwand zum Leben. U.a. ging seine kreative Tricktechnik in den Sindbad-Filmen und die Kampfsequenzen aus "Jason und die Argonauten" (1963) in die Filmgeschichte ein. 

 

Zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen (u.a. der Oscar für sein Lebenswerk) wurden ihm zugesprochen, und der "Walk of Fame" auf dem Hollywood-Boulevard ziert einen Stern von ihm. 

 

Seine letzte Arbeit entstand 1981 mit dem Götter-Fabelwerk "Kampf der Titanen". Ray Harryhausen lebte zuletzt bis zu seinem Tod im Jahre 2013 mit seiner Frau in London. Unvergessen bleibt sein Schaffen, unverwechselbar sein Stil. Danke für die großartige Filmmagie, Ray!