Der geniale Maskenbildner und FX-Spezialist Rob Bottin aus dem schönen US-Bundesstaat Kalifornien war schon als Teenager ein großer Fan von Spezialeffekten. Als er 14 Jahre alt war, schickte Bottin seinem Idol Rick Baker einen Brief mit einer selbstgezeichneten Skizze, in der Hoffnung, dafür ein Autogramm als Gegenleistung zu bekommen. Als Baker den Brief jedoch erhielt, war er so beeindruckt von den Künsten Bottins, dass er ihm stattdessen Vorschlug, bei ihm in die Lehre zu gehen. Ich vermute allerdings, dass er trotz und alledem irgendwo ein Autogramm von Baker zu Hause rumfliegen hat :)

 

Ende der 70-er Jahre wurde Bottin dann flügge und arbeitete hinter den Kulissen bei den Projekten "Piranhas" und "Das Tier" für Regisseur Joe Dante als Effektekünstler. Diese großartigen Leistungen blieben nicht unbemerkt. Bottin schaffte es in kurzer Zeit, sich einen hochangesehenen Namen in Hollywood zu erarbeiten. Dante vertraute ihm weiterhin die Effekte für  "Unheimliche Schattenlichter" und "Explorers – Ein phantastisches Abenteuer" an.

 

Auch  John Carpenter holte ihn zu sich, um seine Schauermär "The Fog" auf die Leinwand zu bringen. Bottin selbst spielte hier sogar den Kaptain des Geisterschiffes "Elisabeth Dane". In der Rolle des "Blake" ist er beispielsweise als köpfender Pirat in der Schlusssequenz zu sehen.

 

 

Bereits ein Jahr später war er wieder mit "an Bord" von Carpenters Crew und erschuf in mühevoller Kleinstarbeit und bis zur totalen Erschöpfung am Filmset bei dem Alien-Klassiker "The Thing" die wohl großartigsten handgemachten Effekte, die je das Licht der Leinwand erblickt haben. 

 

Mit den 80-er Krachern "Legende" und "Die Reise ins Ich" folgten weitere Kino-Erfolge, bei denen wir seine schier endlose Kreativität bewundern durften. Bottin war schon lange auf dem Zenit seines Schaffens angelangt, als ein weiterer Geniestreich folgte: die aüßerst fruchtbare Zusammenarbeit mit Skandal-Regisseur Paul Verhoeven brachte ihm eine erneute Schippe Ruhm und Ehre. Bottin tobte sich bei "Robocop" und "Total Recall" wieder einmal so richtig aus. U.a. entstand hier die "Eye-Popping-Mars-Sequenz", die er eigentlich schon Jahre zuvor für "The Thing" in Erwägung gezogen hatte. 

 

Der 2-fache Oscar-Preisträger lieferte für den Regisseur David Fincher noch seine Arbeiten für "Sieben" (1995) und "Fight Club" (1999) ab, dann jedoch wurde es still um ihn. Bottin lebt seit Anfang des neuen Jahrhunderts zurückgezogen und trat seitdem nicht mehr öffentlich in Erscheinung. Rob, du bist der Wahnsinn. Bleib gesund und bleib Freak!