Igor ist enttäuscht:

 

Regisseur Pascal Laugier versucht hier mit „Ghostland“ die Erfolgsformel seines psychologischen Folterterrorfilms „Martyrs“ zu wiederholen. Das wäre im Prinzip ja auch gar nicht verkehrt, ist jedoch in dem vorliegenden Fall in so fern ärgerlich, als dass der als durchaus innovativ, polarisierend und schockierend geltende neuzeitliche Klassiker von 2008 sich hier im Grunde genommen selbst rezitiert und wiederholt, ohne dabei irgendwelche neuen Ansätze zu bieten.

 

Lediglich die Figuren und deren Motivation sind etwas anders gelagert. Im Kern der Geschichte werden jedoch wieder junge Frauen gequält & erniedrigt (diesmal von degenerierten Psychopathen), es gibt einen „Storytwist“ (diesmal sehr lame und kaum beachtenswert), und das Ganze wird erneut in ein regietechnisch kunstvolles Geschenkpapier gewickelt.

 

Mich beschleicht langsam das Gefühl, Laugier findet persönlichen Gefallen an der Zurschaustellung hilfloser Opfer von Gewalt. Auch kann ich hier, wie oft von mir gelesen, genauso wenig wie auch in „Martyrs“, keine starken Frauencharaktere entdecken. Laugiers weibliche Hauptdarstellerinnen wissen sich zwar im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu wehren, sind aber letzten Endes psychisch und physisch gebrochene Individuen, oder werden bis zum bitteren Ende und zur Grenze des Erträglichen auf ihren Leidensweg bis in den Tod hinein begleitet.

 

 Ich kann da keinen Unterhaltungswert entdecken, sorry!