Der im April 1921 in Dortmund geborene Arnold Marquis gehörte zu den beliebtesten und meistbeschäftigsten Synchronschauspielern Deutschlands. Weit über 1.500 (!) Synchronarbeiten gehen auf sein Konto.

 

Hollywoodgrößen und "Haudegen" wie John Wayne, Charles Bronson, Lee Marvin, Kirk Douglas, Robert Mitchum oder Humphrey Bogart lieh er seine rauhe und markante Stimme. Abgesehen davon war er einer der drei festen Stimmen von Schellengott Bud Spencer. Im TV war er regelmäßig als Butler Max in der beliebten Vorabendserie "Hart aber herzlich" zu hören.

 

Doch auch, wer mit den Schauspielern o.g. Genres nichts anfangen kann, wird ihn mit Sicherheit aus diversen Monster- und Horrorfilmen kennen, in denen er teilweise nur kleine, aber prägnante und erinnernswerte Rollen sprach.

 

Als einer der fiesen Skekse in Jim Hensons Fantasyklassiker "Der dunkle Kristall" war er zu hören. Aber auch als despotischer Zombie-dad in "Die unheimlich verrückte Geisterstunde" ("Ich will meinen Kuchen!"), als schicksalhafter Nachbar Jud Crandall in "Friedhof der Kuscheltiere", oder als knorriger geschichtenerzählender Seebär in "The Fog" wird er uns unvergessen bleiben. 

 

Gelegentlich war Marquis als Schauspieler in kleinen Rollen für Kino und TV zu bewundern. Bereits im November 1990 starb er in Berlin an Lungenkrebs.