Eine der markantesten deutschen Synchronstimmen gehörte dem im Februar 1945 im sächsischen Oberwiesenthal geborenen Ulrich Gressieker.

 

Das wurde ihm anscheinend schon in die Wiege gelegt, denn er war der Sohn des bekannten Dramatikers, Dramaturgs, Kritikers, Synchronautors und Synchronregisseurs Hermann Gressieker, der sich beispielsweise für die Dialogregie alter Klassiker wie „20.000 Meilen unter dem Meer“ oder „Susi und Strolchi“ verantwortlich zeichnete.

 

Es gab eigentlich kaum eine Coolere Stimme als seine, wenn ich es recht überlege. Sie war geprägt von einer wunderbar sympathisch-machohaften Diktion. Nicht nur war er als abgenervter Private Hudson (Bill Paxton) in der Kinofassung von ALIENS (1986) zu hören, als Lottergeist Beetlejuice (Michael Keaton), oder als Kyle Reese (Michael Biehn) in James Camerons SF-Meilenstein TERMINATOR (1984), er war u.a. auch die „Stammstimme“ von Patrick Swayze und Jim Belushi. 

 

Gressieker war als Schauspieler und Autor von Bühnenstücken tätig und arbeitete nebenher als „Radiosprecher“.

 

Am 4. Dezember 1990 beging Gressieker im Alter von 45 Jahren Suizid. Er hinterließ seine Ehefrau, die bekannte (Synchron-)Schauspielerin Hansi Jochmann (seit je her die feste Stammstimme von Jodie Foster) und ihren gemeinsamen Sohn.