Die US-amerikanische Schauspielerin Tippi Hedren wurde nach kleinen Film- und Modeljobs unter die Fittiche von Regielegende Alfred Hitchcock genommen, der in ihr eine würdige Nachfolgerin von Grace Kelly sah, die sich gegen Anfang der 60er Jahre bereits von der Schauspielerei verabschiedet hatte, um sich dem feinen Fürstentum von Monaco hinzugeben.

 

Ihre Darstellungen in DIE VÖGEL und MARNIE machten sie zu einer Ikone der Kategorie SCREAM QUEENS, obwohl dieser Begriff zu der besagten Zeit noch gar nicht erfunden war.

 

Hitchcock war wie besessen von der kühlen Blondine; immer wieder machte der kleine alte Stelzbock ihr gegenüber eindeutige sexuelle Angebote, befummelte und begrabschte sie - so zumindest ist es in der Biografie Hedrens mit dem schlichten Namen TIPPI nachzulesen.  

 

Hedren setzte sich zur Wehr, es kam zum Zerwürfnis zwischen ihr und Hitchcock, der sie daraufhin erst ganze zwei Jahre nach dem Abschluss der Dreharbeiten für MARNIE aus ihrem Vertrag entließ, um ihr die Karriere zu verhageln.

 

Nachdem sie 1967 für Charlie Chaplin in der Farbfilm-Komödie DIE GRÄFIN VON HONGKONG in einer Nebenrolle aufgetreten war, war dies bereits das klare Signal dafür, wohin es mit ihrer Schauspielerei ging: stetig bergab. Sie trat danach nur noch vereinzelt in B-Movies und Fernsehserien auf. 1981 spielte sie in dem von ihrem damaligen Ehemann Noel Marshall produzierten Abenteuerfilm ROAR noch einmal eine Hauptrolle.

 

Zwei Jahre später gründete sie die ROAR FOUNDATION, die das ehemalige Drehgelände am Rande der Mojave-Wüste in ein Privatreservat für Wildkatzen umwandelte. Hier lebt Hedren bis heute zusammen mit dutzenden Tieren, einschließlich Löwen, Tigern, Geparden und Pumas zusammen.

 

Hedren war dreimal verheiratet. Aus ihrer ersten Ehe mit Peter Griffith ging Tochter Melanie Griffith hervor.